Die aus Südamerika stammende immergrüne Stachelannone gehört zur Familie der Anonnengewächsen und ist nah verwandt mit der bei uns im Supermarkt erhältlichen Cherimoya (Annona cherimola). Mittlerweile ist sie weit verbreitet, sodass sie vor allem in Asien, Australien sowie Südafrika angebaut wird. Den Trivialnamen Stachelannone hat sie dem aussehen ihrer Früchte verdient, da diese eine stachelige dünne Außenschale aufweist, die aber keineswegs so gefährlich ist, wie sie klingt. In anderen Ländern wird sie auch oft Soursop genannt, da ihr Fruchtfleisch leicht säuerlich schmeckt.

 

Vermehrung

Die Stachelannone wird überwiegend über Samen, also generativ vermehrt und im 2. Oder 3. Jahr veredelt. Die Aussaat ist recht einfach, sodass dies auch zuhause auf jeder Fensterbank funktioniert.
Die dunkelbraunen flachrunden und ca.  2 cm langen Samen sollten etwa 2-3 cm tief in das Substrat gesteckt werden. Anschließend sollte der Topf bei über 20-25°C zum keimen an die Fensterbank oder auf eine Heizmatte gelegt werden. Nach etwa 2-3 Wochen sollten die ersten Pflanzen zuverlässig keimen. Sobald die Keimblätter zum Vorschein kommen, sollte die Stachelannone sehr hell gestellt werden.

Pflege

Die Stachelannone ist eine sonnenhungrige Pflanze, sodass man sie in den Sommermonaten vollsonnig draußen stehen lassen kann. Damit die Blätter die Umstellung von der Fensterbank nach Draußen vertragen und keinen Sonnenbrand erleiden, sollte man die Pflanzen zu beginn nur 1-2 Stunden vollsonnig stellen. Von Tag zu Tag gönnt man der Annone dann immer etwas mehr Sonne.
In den Wintermonaten empfiehlt sich ein heller Wintergarten. Sollte dieser nicht vorhanden sein, kann man die Stachelannone auch unter einer Pflanzenlampe überwintern. Sollte es der Pflanze zu dunkel sein, lässt sie gerne ihre Blätter fallen, die nach einem hellen Standortwechsel wieder nachwachsen.  Die Annona muricata mag es gerne warm, sodass sie bei Temperaturen unter 10°C schnell ins warme geholt werden solle.
Die Stachelannone ist sehr anfällig für Blatt- und Wollläuse. Kontrolliert eure Pflanzen deshalb regelmäßig nach Schädlingen, um diese frühzeitig zu bekämpfen.

Nutzen

Die bis zu 4kg schweren Früchte sind vielfältig nutzbar. Man kann sie in geringen Mengen unreif verzehren, sodass sie nach Mais schmecken. Noch besser schmecken sie aber Reif. Der Geschmack ähnelt der Cherimoya, besitzt aber deutlich mehr säure. Das süßsaure Fruchtfleisch kann mit einem Löffel aus der dünnen Fruchtschale ausgeschabt werden. Die giftigen dunkelbraunen Samen sollten entfernt werden. Die Stachelannone wird aber gerne zu Eis, Saft, Pudding, Brei oder Trockenfrüchten verarbeitet. In einigen Ländern stellt man auch leckere Fruchtgummis aus Ihnen. Die fermentierten Blätter werden auch gerne als Tee getrunken und schmecken leicht nach Kaffee.
In der Medizin untersucht man schon seit über 40 Jahren die Inhaltsstoffe der Annona muricata genauer, da sie zur Krebsbehandlung eingesetzt werden könnten.