Ende März blühen schon viele Narzissen bis in den April hinein. Die verschiedenen Gelb- und
Weißtöne schmücken die Landschaft und den Garten ungemein. Doch was krabbelt da in den Blüten
herum? Sind das etwa Käfer die meine Narzisse auffressen?

Keine Angst, diese kleinen Käfer richten keinen großen Schaden an euren gut aussehenden Narzissen
an. Bei dem Käfer handelt es sich um den Rapsglanzkäfer (Brassicogethes aeneus) und wie der Name
es schon vermuten lässt, befällt er überwiegend blühende Rapsflächen, die zur selben Zeit wie die
Narzissen blühen. Rapsglanzkäfer findet man überwiegend an Pflanzen mit starken gelbtönen,
weshalb auch die Narzissen befallen werden.
Im Rapsanbau ist er ein bedeutender Schädling, da er die Blüten und Knospen anknabbert und so die
Samenbildung für die spätere Ernte verhindert. Auch an den Narzissenblüten entstehen kleine
Fraßschäden, die man von weiten aber überhaupt nicht wahrnimmt, weshalb eine Bekämpfung nicht
notwendig ist. Sollten die Population kurzfristig doch mal sehr hoch sein, kümmern sich oft Wespen
oder Vögel um die Reduzierung.

Aussehen

Der Rapsglanzkäfer wird bis zu 2,5mm lang und gehört zu der Familie der Glanzkäfer. Sein Panzer ist
metallisch glänzend und schimmert im Licht blau, grün bis schwarz und oft leuchtend violett. Alle
anderen Körperteile haben einen Braunton.

Rapsglanzkäfer auf einer Narzissenblüte

Vorkommen

Der Rapsglanzkäfer kommt in ganz Europa, Nordafrika, Asien und in Nordamerika vor. Vor allem in
Rapsfeldern und angrenzenden Haus- und Kleingärten ist der Druck des Rapsglanzkäfers sehr hoch.

 

Verhaltensweisen

Der Tagaktive Käfer überdauert als Käfer in Gehölzen wie Hecken oder kleinen Heistern im Garten
oder Waldrändern. Ab einer Tagestemperatur von etwa 10-15°C wird er aktiv und fliegt Rapsfelder
oder andere gelbblühende Pflanzen an.

 

Schäden

Neben den immensen Schäden am Raps stiftet er auch im Gemüsebau Unruhe und knabbert gerne
an den Knollen vom Kohlrabi rum, die unterumständen aufplatzen können und für Pilze und andere
Parasiten ein gefundenes Fressen sind. Bemerkt man den Schaden zu spät, vergammeln die Kohlrabi
schon auf dem Feld. Auch Kopfbildende Kohlpflanzen besucht er nachdem ein Rapsfeld beerntet
wurde und frisst auch hier kleine Löcher in die Blätter, sodass ein Kohlkopf nicht mehr vermarktet
werden kann. Im Haus- und Kleingarten spielt das nicht unbedingt eine Rolle, da man hier optische
Schäden eher toleriert.

 

Bekämpfung

Für den Haus- und Kleingarten gibt es keine Handelspräparate zur Bekämpfung des Rapsglanzkäfers.
Da die Schäden an den Narzissen, Primeln oder Violen sehr gering sind, besteht hierbei auch kein
Handlungsbedarf. An euren Gemüsepflanzen wie Kohlrabi oder Weißkohl können die Käfer
regelmäßig abgesammelt werden. Wer die Möglichkeit hat, kann die Käfer auch mit einem
Staubsauger aufsaugen.