Na, was züchtest du denn da? Oder, hast du schon mit der Tomatenzucht begonnen?
Solche Fragen hört und liest man sehr oft, doch was genau steckt hinter dieser Frage?

 

Viele Hobbygärtner beginnen zum Teil schon im Januar mit der Aussaat von Chilis, Auberginen oder Physalis. Dass man sich darüber mit Nachbarn oder Gleichgesinnten im Internet austauscht, ist völlig normal. Bei der Verwendung von Fachbegriffen wird es aber plötzlich interessant, denn die eigentliche Ausgangsfrage, “Was züchtest du denn da?”, ist meist anders gemeint als gedacht. 



Was versteht man unter der Züchtung?


Bei der Pflanzenzüchtung entstehen neue Individuen bzw. Sorten. Hierbei ist das Ziel, die genetischen Eigenschaften dieser zu erhalten oder zu verbessern. Praktisch erfolgt dies durch das Kreuzen von zwei unterschiedlichen Sorten oder Arten und im seltenen Fall sogar von zwei unterschiedlichen Gattungen.

 

Schon gewusst? Bei der Sortenanmeldung muss eine Sorte fünf Anforderungen, laut dem Sortenschutzgesetz (SortG), erfüllen:
unterscheidbar, homogen, beständig, neu und durch “eine eintragbare Sortenbezeichnung bezeichnet”.

 

Hier sollte einem spätestens auffallen, dass die oben gestellte Frage mit der eigentlichen Züchtung nichts zu tun hat. Viel mehr baut man sein Gemüse an oder produziert seine eigenen Zierpflanzen. Wer aber tatsächlich den Pollen einer Blüte auf die Narbe der gleichen oder einer anderen Blüte überträgt, kann von einer beginnenden Züchtung sprechen.