Weiße Zwiebeln

Zwiebeln gehören auf den dritten Platz, wenn es darum geht wie viel Pro-Kopf davon verbraucht wird. Rund 8 Kilogramm isst jeder Deutsche in einem Jahr. Somit gehört die Zwiebel nach der Tomate und der Möhre auf Platz drei, zu dem beliebtesten Gemüse Deutschlands. Zwiebeln sind lange lagerfähig und sind in der Küche nicht wegzudenken. Was viele aber nicht wissen, Zwiebeln lassen sich in jedem Garten, auf der Terrasse oder Kübel auf dem Balkon anbauen.  Wie das funktioniert und worauf es ankommt erzähle ich dir hier.

 

Zwiebel Aussaat

Viele trauen sich an die Aussaat nicht ran und bevorzugen lieber Steckzwiebeln, da diese meist einen früheren Ertrag bringen und zu Beginn leichter in der Pflege sind. Wer es aber richtig anstellt, kann mit Säzwiebeln einen gleichen oder wohl möglich besseren Erfolg erzielen und damit noch ein wenig Geld und Zeit sparen.

Für die Aussaat benötigt man das passende Zwiebelsaatgut, dies bekommt man im Gartenfachhandel oder Online. Hierbei sollte man auf die passende Sorte und die Qualität achten. Das Zwiebelsaatgut verliert im Vergleich zu Kohl oder Tomaten, deutlich schneller die Keimfähigkeit, weshalb man für sein Zwiebelsaatgut etwas mehr als nur einen Euro ausgeben sollte. Profi-Saatgut befindet sich in einem Keimschutzbeutel und lässt die Samen auch nach einigen Jahren sehr gut keimen.

Für die, die es nicht abwarten wollen, können schon Anfang Februar mit der Aussaat im Freiland beginnen. Hier besteht das Risiko aber, dass zu starke Fröste das keimen verhindern oder die Jungpflanzen schädigen. Zu Sicherheit setzt man im Gemüsebau deshalb auf Vliesabdeckungen.

Zwiebeln unter einer Vliesabdeckung

Der Boden wird hierfür erst leicht gelockert und von unerwünschtem Unkräutern befreit. Anschließend werden Reihen im Abstand von 25 cm mit einem passenden Gegenstand gezogen. Die Rillen sollten nur 2-3 cm tief sein, sodass ihr in einem Abstand von etwa 2-4 cm ein Samenkorn ablegen könnt. Anschließend schließt ihr die Reihe mit der Rückseite einer Harke. Nach der Aussaat könnt ihr ab Anfang Februar das Vlies über die ausgesäte Fläche legen. In Regionen, wo die Fröste etwas stärker ausfallen können, empfiehlt es sich das Vlies doppellagig zu legen.

 

Nach der Keimung

Nach etwa. 3-4 Wochen sollten die ersten Zwiebeln in einem Bügelstadium aus dem Boden schauen. Da die Zwiebeln mit dem ersten Keimblatt im Bügelstadium sehr klein und dünn aus dem Boden kommen, muss man im Gegensatz zu den Steckzwiebeln sehr genau hinschauen um die Jungen Pflanzen zu erkennen.

Zwiebeln im Bügelstadium

Die Im Bügelstadium befindlichen Pflanzen sind sehr robust und können so einiges ab. Sobald die Spitze des Keimblattes, auch Peitschenstadium genannt, rausschaut sollte darauf geachtet werden, dass das Vlies bei einer Februar Aussaat weiterhin die jungen Pflanzen vor dem Frost schützt.

In den nächsten Wochen sollte zudem regelmäßig unerwünschtes Begleitgrün unter dem Vlies entfernt werden, damit die Pflanzen nicht um Licht, Wasser und Nährstoffe konkurrieren müssen.

Pflanzzwiebeln

Wer das Risiko mit den kalten Temperaturen aber nicht eingehen möchte kann die Aussaat auch im April ohne Vlies starten. Hierbei sollte man aber wissen, dass sich die Ernte um einige Wochen nach hinten verschiebt. Wer dennoch früh ernten möchte, kann die Zwiebeln um Gewächshaus oder zuhause an einem sehr hellen Ort vorziehen. Hierfür eignen sich Erdpresstöpfe oder Multitopfplatten. Pro Topf kommen etwa 6-8 Samen hinein. Bei Temperaturen über 16°C keimen die Samen idr. nach 5-10 Tage. Sobald die Zwiebeln ihr 2.-3. Laubblatt entwickelt haben, können diese ab Ende März bei einem Reihenabstand von 25 x 5-10 cm eingepflanzt werden.
In dem folgenden Video gehe ich auf das Pflanzen von vorgezogenen Zwiebeln genauer ein.

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